ShapeFab beschäftigt sich mit Lösungen für die Präzisionsbearbeitung von sprödharten Materialien wie Glas oder Keramik.
Bei get started 2gether stellte das Unternehmen im September seine Idee vor, die CO2-Laserpolitur von Glasbauteilen und die Herstellung von Keramikbauteilen durch additive Fertigungsverfahren weiterzuentwickeln, um neue High-End-Märkte zu erschließen.
Zum einen soll die Glaspolitur mit CO2-Lasern optimiert werden, um Glasbauteile für spezielle Anwendungsbereiche effizient herzustellen. ShapeFab hat bereits eine CNC-Fertigungstechnologie entwickelt, die sämtliche Fertigungsschritte für hochpräzise Glasbauteile in einer einzigen Maschine integriert. Das bedeutet einen großen Vorteil gegenüber den herkömmlichen mehrstufigen Fertigungsmethoden auf unterschiedlichen Anlagen. Für besonders großflächige polierte Geometrien ist die mechanische Politur allerdings zu langsam und damit nicht wirtschaftlich genug. Die CO2-Laserpolitur bietet als Alternative schnellere Bearbeitungszeiten und geringere Oberflächenrauheiten.
Durch die Forschungsförderung aus get started 2gether sollen die bestehenden Limitierungen der CO2-Laserpolitur angegangen werden. Im Fokus stehen die Wiederholbarkeit des Verfahrens, vor allem bei komplexen Geometrien und die Verbesserung der Präzision des Verfahrens für den Einsatz bei besonders dünnen Substraten und für Oberflächen, die sehr geringe Rauheiten erfordern. Das ifw Jena steht ShapeFab hier als Forschungspartner zur Verfügung und bringt seine vielfältigen Erfahrungen zur Laserpolitur mit CO2-Lasern ein.
Ebenso steht das ifw Jena mit seinen umfangreichen Erkenntnissen aus der additiven Fertigung zur Seite. Ziel ist die Entwicklung einer additiven Vorbearbeitungstechnologie für keramische Bauteile. Statt Keramiken mit hohem Materialverbrauch und Werkzeugverschleiß als massiven Blöcken zu fräsen, sollen die Bauteile zunächst additiv gefertigt werden. Die so entstandenen Rohlinge können dann zeitsparender und präziser durch CNC-Bearbeitung feinbearbeitet werden.
Mit seinem Vorhaben konnte ShapeFab die Jury überzeugen. Durch die Forschungsförderung kann das Unternehmen nun seine Ideen gemeinsam mit dem ifw Jena angehen.